Sonntag, 21. August 2011

kurzes update: leben

vor einigen woche kurz die angst, der krebs hätte mich wieder, tastete ich doch einen knoten in der gesunden brust, der auch die gleichen schmerzen verursachte wie damals der tumor. einen abend und eine lange nacht befanden der weltbeste mann und ich uns in den klauen der angst. angst, die kurzfristig über die liebe bestimmte, sterbensangst. sollte sich wirklich schon ein rezidiv entwickelt haben, hieße das die ganze behandlung des letzten jahres hätte nicht wirklich viel gebracht.

am nächsten tag fuhr ich sofort in die klinik. bei der sonographie war nicht so viel zu sehen und die ärztin glaubte zum glück nicht wirklich an einen neuen knoten. sie war sich aber auch nicht sicher und schickte mich zum mamma mrt.
der termin war jedoch erst eine woche später und so lernten der weltbeste mann und ich wieder die angst wegzuschieben und einfach den alltag zu leben und zu genießen. weder die familie noch die freunde werden bei solch düsteren ängsten eingeweiht, wozu noch die anderen verrückt machen (zudem hatte meine familie eh wieder die schon fast üblichen sorgen wegen eines erneuten suizidversuches der psychisch kranken schwester).

den sonntag hatte ich noch draußen auf einem schönen technofest verbracht, viel getanzt und die gesellschaft der vielen freunde genossen. montag morgen begab ich mich dann das erste mal in die hämmernde röhre, während meine seele sich eigentlich noch tanzend auf dem fest befand. die aufnahmen wurden brauchbar und das ergebnis durfte ich mir in vier tagen frühmorgens um 7:00 abholen. und so stand ich ein paar tage später um 5uhr morgens auf, um mir nach zwei wochen unsicherheit endlich das resultat abzuholen: alles in ordnung!
wahrhaftig, ich sollte noch am selben tag meine regel bekommen und damit erklärte sich auch der gefühlte "knoten" in der brust... es mag albern klingen, aber ich hatte vergessen wie sich das anfühlt -und noch viel wichtiger: ich hatte das vertrauen zu meinem körper verloren...(und auch die ärzte waren ja nicht sicher)
also, eigentlich gab es was zu feiern, mein zyklus pendelt sich wieder ein! YES!
dennoch ich hatte auch vergessen wie das so ist mit regelschmerzen, kopfschmerzen und dieser unerträglichen launenhaftigkeit...das habe ich sehr bewusst und fast wie zum ersten mal erlebt.

seit diesem schreck bin ich viel sicherer den krebs endgültig überwunden zu haben.

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