Freitag, 14. August 2009

es scheint

alles einigermaßen gut zu werden, man wird sehen.

die letzten drei wochen waren körperlich und psychisch jedoch wie fünf monate, geschufftet ohne ende, weinen und lachen, hoffnungslosogkeit und hoffnung usw. dabei kaum zeit für irgendwas.
man man man.

Sonntag, 26. Juli 2009

megabeschissen

es ist genau das, was nie hätte passieren sollen, was immer sein alptraum war: weiter zu leben in der abhängigkeit von anderen -ein pflegefall.
lallendes sprechen und tätigkeiten mit der linken hand sind noch drin. der kopf ist klar.
er ist stinksauer! -und natürlich traurig.

ihn so zu sehen, wäre nicht so schlimm, wenn es hoffnung auf besserung gäbe.

Mittwoch, 22. Juli 2009

akku?

die liste dessen, was alles mitzunehmen ist sieht drei ladegeräte vor.
und mein seelenakku?

Dienstag, 21. Juli 2009

schlechte nachrichten

es war wie vor zwei jahren, ich machte am spätnachmittag meine arbeitspause vor der bibliothek, guckte auf das handy und freute mich über die sms des bruders, ich möge ihn zurückrufen.
als ich dann jedoch feststellte, dass auch meine mutter versuchte mich zu erreichen, konnte das nichts gutes verheißen:

jetzt liegt er da, unser lieblings -85jähriger, an apparaten zur beobachtung, kann ganz schlecht sprechen und seine rechte seite ist gelähmt, nur weil ein paar blöde äderchen in seinem wunderbaren dickkopf platzen mussten.
vielleicht ist das wieder hinzukriegen, drei wochen reha und so, aber was genaues weiß man natürlich noch nicht.

wie groß sein wille ist, frage ich mich, wie zäh ist er noch?

wie gut werde ich ihn verstehen, wenn ich da bin und wie lebendig werden seine augen sein?

kurzes aufweinen, dann konzentriere ich mich auf das was zu bedenken ist, was zu tun ist.
später dann ablenkung: schnell organisiere ich mir jemanden zum ausgehen, was trinken, blöd quatschen, bloß nicht zu viel nachdenken, das leben muss schließlich weiter gehen, er würde das auch so wollen.

dennoch, die gedanken kreisen um ihn und die angst kommt hoch, nicht stark genug zu sein, wenn ich ihn so sehe.

kann mir bitte einer versichern, dass alles gut wird?

Sonntag, 19. Juli 2009

ruhe nach dem sturm

vor ein paar tagen gab es unwetter, es donnerte und krachte unaufhörlich, es goss so, als würde jemand tausende eimer wasser vom himmel aus schütten.
als ich aus dem fenster sah, war es kaum möglich das gegenüberliegende haus zu erkennen, ich sah fast nur wasser herunterkommen und aufgrund des ständigen donners verstand ich meinen gesprächspartner kaum noch.
schließlich krachte es so sehr, dass ich sicher war, der blitz hätte irgendwo eingeschlagen.

nun, heute morgen gegen elf zeigte sich was passiert war, denn ich vermisste ein läuten:
das unwetter nahm die kirchglocken mit sich, stürmisch und mit viel getöse schlug der blitz in den kirchturm ein, -deswegen war es heute morgen so unerhört ruhig.

persönliches thema des tages:

manche menschen wissen einfach nicht wie gut sie es schon dadurch haben, dass sie einfach gesund sind!

Freitag, 17. Juli 2009

radeln in berlin

langsam gewöhne ich mich wirklich daran immer auf dem rad zu sein, begleitet von dem gefühl mittlerweile fussballerbeine zu entwickeln.
zudem ist der stadtplan mein bester freund geworden, treu und immer zur hand.
zwanzig kilometer am tag sind nichts in dieser stadt, trotzdem erfüllt mich der gedanke an die zurückgelegten strecken immer mit stolz.
entfernungen relativieren sich immer mehr.
schien es früher normal eine stunde mit der u-bahn durch die gegend zu gondeln, so werden die 60 minuten jetzt für die fahrt auf dem drahtesel eingeplant. der unterschied liegt nur darin, dass ich mit dem rad überpünktlich bin und meist gut gelaunt.