Mittwoch, 22. Juli 2009

akku?

die liste dessen, was alles mitzunehmen ist sieht drei ladegeräte vor.
und mein seelenakku?

Dienstag, 21. Juli 2009

schlechte nachrichten

es war wie vor zwei jahren, ich machte am spätnachmittag meine arbeitspause vor der bibliothek, guckte auf das handy und freute mich über die sms des bruders, ich möge ihn zurückrufen.
als ich dann jedoch feststellte, dass auch meine mutter versuchte mich zu erreichen, konnte das nichts gutes verheißen:

jetzt liegt er da, unser lieblings -85jähriger, an apparaten zur beobachtung, kann ganz schlecht sprechen und seine rechte seite ist gelähmt, nur weil ein paar blöde äderchen in seinem wunderbaren dickkopf platzen mussten.
vielleicht ist das wieder hinzukriegen, drei wochen reha und so, aber was genaues weiß man natürlich noch nicht.

wie groß sein wille ist, frage ich mich, wie zäh ist er noch?

wie gut werde ich ihn verstehen, wenn ich da bin und wie lebendig werden seine augen sein?

kurzes aufweinen, dann konzentriere ich mich auf das was zu bedenken ist, was zu tun ist.
später dann ablenkung: schnell organisiere ich mir jemanden zum ausgehen, was trinken, blöd quatschen, bloß nicht zu viel nachdenken, das leben muss schließlich weiter gehen, er würde das auch so wollen.

dennoch, die gedanken kreisen um ihn und die angst kommt hoch, nicht stark genug zu sein, wenn ich ihn so sehe.

kann mir bitte einer versichern, dass alles gut wird?

Sonntag, 19. Juli 2009

ruhe nach dem sturm

vor ein paar tagen gab es unwetter, es donnerte und krachte unaufhörlich, es goss so, als würde jemand tausende eimer wasser vom himmel aus schütten.
als ich aus dem fenster sah, war es kaum möglich das gegenüberliegende haus zu erkennen, ich sah fast nur wasser herunterkommen und aufgrund des ständigen donners verstand ich meinen gesprächspartner kaum noch.
schließlich krachte es so sehr, dass ich sicher war, der blitz hätte irgendwo eingeschlagen.

nun, heute morgen gegen elf zeigte sich was passiert war, denn ich vermisste ein läuten:
das unwetter nahm die kirchglocken mit sich, stürmisch und mit viel getöse schlug der blitz in den kirchturm ein, -deswegen war es heute morgen so unerhört ruhig.

persönliches thema des tages:

manche menschen wissen einfach nicht wie gut sie es schon dadurch haben, dass sie einfach gesund sind!

Freitag, 17. Juli 2009

radeln in berlin

langsam gewöhne ich mich wirklich daran immer auf dem rad zu sein, begleitet von dem gefühl mittlerweile fussballerbeine zu entwickeln.
zudem ist der stadtplan mein bester freund geworden, treu und immer zur hand.
zwanzig kilometer am tag sind nichts in dieser stadt, trotzdem erfüllt mich der gedanke an die zurückgelegten strecken immer mit stolz.
entfernungen relativieren sich immer mehr.
schien es früher normal eine stunde mit der u-bahn durch die gegend zu gondeln, so werden die 60 minuten jetzt für die fahrt auf dem drahtesel eingeplant. der unterschied liegt nur darin, dass ich mit dem rad überpünktlich bin und meist gut gelaunt.

Montag, 13. Juli 2009

sie ist weg, weg und er ist wieder allein, allein...

die wohnung in der ich sitze ist schön aufgeräumt, sie sieht besser aus als sonst, wenn ich zu besuch bin. die tierhaare scheinen weniger anarchisch durch die gegend zu fliegen und auch der couchtisch ist nicht vollgestellt, sondern glänzt stolz vor sich hin.
trotzdem, oder gerade deshalb? die räume wirken so leer, verloren, irgendwie zu groß...
ja zu groß, für die lebewesen, die dort wohnen, zwei katzen, ein hund und das herrchen.
nach einiger zeit gucke ich mich um, zur tür, zum sofa. ich warte, dass sie hereinkommt, lacht und hecktisch geschichten erzählt wie immer, wir zu dritt beginnnen durcheinander zu reden, uns amüsieren und uns lachend darin bestätigen verrückt zu sein.

aber nein, sie wird nicht mehr kommen, erst mal nicht. sie ist weg, verliebt in einen anderen -und er ist allein.
es ist das verflixte siebte jahr.
natürlich hatten sie pläne und natürlich gab es auch viele kämpfe in den jahren. unabhängig davon schienen sie perfekt füreinander zu sein.

"eine aufregende zeit steht dir bevor", steht in dem glückskeks, den ich ihm mitgebracht habe. er sollte eine aufmunterung sein. aber, selbst glückskekse sehen wohl der realität ins auge und versprechen nicht das blaue vom himmel, so der eindruck.

dennoch, mit erdbeeren und ein bisschen sekt können wir über diesen treffenden satz sogar lachen. wir spielen uns gegenseitig lieder vor und tanzen fast.
zwischendurch fängt er an zu zittern und ich halte ein weinendes kind.

aber er ist tapfer, entschlossen um sie zu kämpfen kümmert er sich um das, was zu tun ist, geht seinen pflichten nach und achtet auf sich, damit es keinen totalabsturz gibt.

acht jahre ist es her, als die situation umgekehrt wahr, um drei uhr nachts radelte ich nicht nur ein mal quer durch berlin, nur um kurz festgehalten zu werden und nicht alleine sein zu müssen. er war da.

Samstag, 11. Juli 2009

singlefrauen, kühlschränke und sonst so

"kühlschrank- abhängigkeiten":
der alte kaputte kühlschrank wurde gegen einen neuen ausgetauscht, was nicht so leicht ist, wenn frau alleine wohnt.
zwei wochen stand der neue in der kammer, bis ich besuch erwartete und die freundin gleich einspannte. den alten stellten wir kurz neben das bett. hatte ich doch schon alles gut organisiert:
am nächsten tag schon sollte das alte ding mit hilfe eines freundes und seines autos zum sperrmüll gebracht werden.
tja, der freund mit dem auto sagte ab und da stand ich nun, mit einem alten ekligen kühlschrank neben meinem bett. das versprach ja gute träume!
auf die absage, die eine stunde vor der verabredung per sms kam, reagierte ich nicht, aber meine wände bekamen was zu hören.
menschen, die nicht alleine wohnen, haben eben einfach keine ahnung wie beschissen es sich anfühlt, auf dieses gefühl des angewiesen- seins zurückgeworfen zu werden, diese abhängigkeit zu spüren...
nein, ich habe bis heute nichts gesagt und den alten kühlschrank mit hilfe in die kammer manövriert. da bleibt er erst mal, fragen will ich zur zeit nicht.

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und sonst so:
der zweite "kindersitting- abend" war katastrophal und nie wieder wollte ich das machen, nicht bei dem kind.
-als die mutter jedoch glücklich vor mir saß, so dankbar war und mir ihr herz ausschüttete, wurde ich innerlich wieder schwach...
-mit der gutmütigkeit und dem helfersyndrom sollte ich dringend mal ein wörtchen reden.

ein albtraum von dem ex (dem vor sieben jahren...) ließ mich heute morgen aufschrecken.
die hinzukommende morgennachricht über eine trennung im allerengsten freundeskreis, ließ mich fast aufheulen.

eben alles doch ein bisschen viel, vor allem, wenn man glaubt robuster zu sein, als man ist.
-nicht gut, nicht gut.